Mittwoch, 08 Oktober 2014 20:15

Revell BMW M1 Procar

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Boxart Boxart Revell

Revell Bausatz Nr. 07247

Das Original

Bildquelle: Wikipedia, Olli1800

lm Sommer 1976 initiierte BMW die Vorbereitung zur Serienfertigung von 400 Exemplaren eines reinen Rennautos, um die Zulassung der Gruppe 4 (Gran-Turismo-Wagen) zu bekommen. Als Initiator gieses Projekts gilt der umtriebige Chef der BMW Rennabteilung, Jochen Neerpasch. Auch die Bezeichnung des Fahrzeugs entstammte seinem Bereich: M stand für Motorsport GmbH von BMW, die 1 repräsentiert das erste Werk einer eventuell ganzen Serie dieser Art. Finanzielle Probleme beauftragter Firmen verzögerten das Projekt, das im Oktober 1978 auf dem Pariser Autosalon präsentiert wurde. Den Besuchern zeigte sich ein Straßen-Rennwagen in Reinkultur: das Design der Karosserie entstammte von ltal Design, das Chassis von Marchesi, das Rahmenrohrgeflecht von Lamborghini, der Karosseriebau der Stuttgarter Firma Baur. Das flache Super-Sportfahrzeug konkurrierte erfolgreich in Aussehen und Performance mit italienischen Erzeugnissen. Seine Federung ließ sich in der Höhe verändern, der Wagen besaß Gasdruckstoßdämpfer von Bilstein sowie einen äußerst geringen Cw-Wert. Sein 6-Zylinder-Reihenmotor mit 3,5 Litern bot 277 PS Leistung, der M1 beschleunigte von 0 auf 100 Stundenkilometer in 6,0 Sekunden und hatte eine Höchstgeschwindigkeit von 265 Km/h. Weitaus spektakulärer war aber zweifelsohne die 460 PS starke Rennausführung, die im Vorfeld der acht europäischen Formel 1 Grand Prixs im Rahmen der ProCar (= Production Car) Rennen zum Einsatz kam. Diese ProCar-Läufe lebten von einer findigen ldee BMWs: vor den Formel 1 Rennen fuhren 20 absolut identische M1 Wagen gegeneinander, wobei 15 Fahrzeuge von Privatfahrern gesteuert, die übrigen 5 von den jeweils besten F1 Piloten des Freitagnachmittag-Abschlusstrainings bestückt wurden. Außer das Renommee, sich gegen weltbekannte Motorsportprofis durchzusetzen, lockten Privatfahrer zudem eine Prämie. Für jede Runde, die vor einem F1 Fahrer abgeschlossen wurde, winkten 50 US Dollar, was bei fünf Formel 1 Größen auf den 30 Runden Streckendistanz einen ordentlichen Anreiz für eine schonungslose Verfolgungsjagd bedeutete. Die ProCar Serie begann im belgischen Zolder 1979, mit am Start unter anderen Nicki Lauda, Mario Andretti, Nelson Piquet und als Privatfahrer Hans Joachim Stuck. Alle Beteiligten werteten das Procar Rennen als eine verbissene Hetzjagd, bei der keiner dem anderen etwas schenkte und sich als härter gestaltete, als das F1 Rennen tagsdarauf, aber auch ungemein reizte. Die ProCar Saison 1979 schloss Nicki Lauda als erfolgreichster F1 Fahrer, Hans Joachim Stuck nach seinen 4 Einzelsiegen als bester Privatfahrer ab. Die überaus erfolgreiche Serie galt als absolutes Highlight der F1 Veranstaltungen. Die Beliebtheit erklärte sich aus dem gemischten, aber hochqualifizierten Starterfeld, das es weltweit bei keinem anderen Produktionswagen Rennen gab, zum anderen aus dem harten, actionreichen und verbissenen Wettkampf, bei dem rücksichtslose Rempeleien, bei denen viele Karosserieteile zerbarsten, und schonungslose Duelle an der Tagesordnung waren. Als die Turbo Ära in der Formel 1 zu Ende der Saison 1980 Einzug hielt, war es nicht mehr möglich, die benötigten Spitzenfahrer wieder zu engagieren, so dass auch der Vorhang für die ProCar Serie fiel - zum großen Bedauern des Publikums und aller Beteiligten.

Die Bauteile

  • s_P1020679
  • s_P1020680
  • s_P1020681
  • s_P1020682
  • s_P1020684
  • s_P1020685
  • s_P1020686
  • s_P1020687
  • s_P1020688
  • s_P1020689

Der hier vorliegende Bausatz aus dem Jahr 2003 ist eine Wiederauflage des im Jahr 1980 erschienenen, diesmal mit Decals für den Fahrer Hans-Joachim Stuck. Der Detailreichtum ist ordentlich, es handelt sich also nicht um ein Curbside Modell. Motor und Innenraum sind gut dargestellt. Einziges Manko sind die Decals. Hier hätte es auch etwas mehr sein dürfen, zu beachten ist auch, dass die berühmten 3 (M-Sport) Streifen von BMW quer über die Karosserie selbst "gemalt" werden müssen. Hier ist also Erfahrung im Bereich Masking unabdingbar.

Weitere Informationen

  • Status Modell: Ideen sammeln
  • Revell Farben "glänzend": 04, 34, 50, 54
  • Revell Farben "matt": 09
  • Revell Farben "seidenmatt": 302, 374, 381
  • Revell Farben "Metallic": 90, 91, 94, 99
  • Revell Farben "klar": 730, 731
  • Erhalten am: Dienstag, 27 Mai 2014
Gelesen 1377 mal Letzte Änderung am Montag, 18 Januar 2016 22:29

Medien

German Dutch English French Italian Japanese Portuguese Russian Spanish

Suche

Wer ist online

Aktuell sind 90 Gäste und keine Mitglieder online

Anmelden

Kalender

« August 2018 »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31    

Verzeichnis

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok