Sonntag, 02 Februar 2014 20:48

Revell Audi R10 TDI

Boxart Boxart Revell

Revell Artikel Nr. 07248

Das Original

File:Audi R10 1.JPG

Quelle: Wikipedia / Fabrice Pluchet

Unglaublich und legendär. Eine bessere Beschreibung für den Audi R10 TDI gibt es nicht. Denn weltweit zum ersten Mal in der Motorsportgeschichte siegte ein Diesel betriebenes Fahrzeug bei dem härtesten Langstreckenrennen der Welt, den 24-Stunden von Le Mans. Warum der R10 als die bisher größte Herausforderung für Audi Sport angesehen wird, obwohl das über 650 PS starke technische Wunderwerk souverän im Jahre 2006 gewann, verdeutlicht ein Blick auf die Besonderheiten dieses spektakulären lnnovations-trägers. lm November 2002 beschäftigte sich Ulrich Baretzky, Leiter der Motorentechnik Audi Sport, zum ersten Mal ernsthaft mit dem Thema Dieselmotor im Motorsport, allerdings schon mit der festen Absicht, in Le Mans zu siegen und gleichzeitig wichtige Erkenntnisse für die Serienfertigung zu erhalten. Zudem sollte mit dem Fahrzeug auch das Interesse des amerikanischen Publikums für die Dieseltechnik geweckt werden. Allerdings ergeben sich einige, scheinbar unlösbare Probleme für den Einsatz eines Diesel-triebwerks, der einer mehrstündigen Dauerbelastung (über 5.500 Kilometer) ausgesetzt wird. Renntaugliche Leistungen generieren sich entweder über eine hohe Drehzahl, die bei Formel-1-Fahrzeugen bei rund 19.000 U/min liegen, oder aber einem immensen Drehmoment. Technisch bedingt erreicht der R10 als Selbstzünder maximal 5.000 Umdrehungen. Den notwendigen Leistungsschub muss somit das Drehmoment liefern. Dies liegt bei Formel-1-Fahrzeugen bei knapp 300 Newtonmetern, der R 10 liefert satte 1.100 Nm. Diese gewaltige Zahl bedeutet aber gleichzeitig eine extreme Belastung des Motors und, wegen der Kraftübertragung, des Getriebes. Der Hubraum des V-12 TDI beläuft sich, dem Le Mans Reglement entsprechend, auf 5,5 Liter. Um dessen Leistung von gut 650 PS dauerhaft beizubehalten, bedarf es perfekter Luftführung, feinst zerstäubter Treibstoffe und einer kompletten Verbrennung, was wiederum einen Einspritzdruck von 2.000 bar über die Common-Rail-Anlage erfordert. Der Überhitzung des Motors muss ent-gegengewirkt werden, schließlich besteht der V-12 zur Gewichtsersparnis aus Aluminium, wobei das Material aber unter den extremen Kräften nicht leiden darf. Gemäß der Maxime konsequenten Leichtbaus besteht auch die um den 12-Zylinder-Motor mit seinen Rußpartikelfiltern gebaute Karosserie aus Kohlefasern. Bei dem spektakulären Ausnahmefahrzeug bilden Chassis, Motor und Getriebe eine extrem verwindungssteife, volltragende aber leichte Einheit. Das Ergebnis einer kaum zu lösenden technischen Aufgabe zeigte sich nach langfristigen, intensiven Bemühungen schon bei dem Erfolg im März 2006: bei dem 12-Stunden-Rennen in Sebring, das als Testlauf für Le Mans gedacht war, entschied der Audi 4 Runden vor dem nächsten Verfolger das Rennen eindeutig für sich. Am 18. Juni 2006 machte das Team um Frank Biela, Emanuele Pirro und Marco Werner die Sensation perfekt. In Le Mans siegten die Fahrer des Fahrzeugs mit der Startnummer 8 nicht nur souverän und eindeutig, sie nahmen mit der längsten Gesamtdistanz aller Zeiten und der schnellsten Runde des Rennens die wichtigsten Rekorde mit. Die Überlegenheit des Audi R10 TDI zeigte sich auch bei dem zweiten Fahrzeug: trotz zwischenzeitlicher Probleme errang der zweite Wagen überzeugend Platz 3. Damit war einer der größten Rennerfolge in der Geschichte Audis perfekt.

Quelle: Revell Bauanleitung

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Gelesen 763 mal Letzte Änderung am Montag, 18 Januar 2016 19:45

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