Dienstag, 06 August 2013 21:21

Italeri Willys Jeep

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Boxart Boxart Italeri

Italeri Bausatz Nr. 3721

Das Original

 File:Willys MB (Bild 1 2008-06-14), Baujahr 1944.JPG

File:Willys MB (Bild 6 2008-06-14) Motor.JPG

File:Willys MB (Bild 4 2008-06-14) innen.JPG Quelle: Wikipedia

Der Willys MB gilt als der Urahn aller sogenannten „Jeeps“. Er wurde aufgrund einer Ausschreibung der US-amerikanischen Armee ab dem Jahre 1940 entwickelt. Die US-Armee suchte damals ein kleines und geländegängiges Fahrzeug, das relativ billig und in großer Stückzahl hergestellt werden konnte. „Er ist treu wie ein Hund, stark wie ein Maultier und flink wie eine Bergziege“ beschrieben US-Soldaten während des Zweiten Weltkriegs ihr Allzweckfahrzeug. Über die Herkunft des Namens Jeep, den sich die Firma Willys-Overland Company in Toledo (Ohio) erst 1950 als Markennamen schützen ließ, gibt es zwei Theorien: Er könnte sich aus der Bezeichnung General Purpose („Allzweck“) bzw. deren Kurzform „GP“ (sprich: „Dschieh Pieh“) ableiten, was sich umgangssprachlich dann in „Jeep“ verwandelte. Eine andere Theorie besagt, dass der Name von einer Figur aus der Comicserie „Popeye“ stammt: Das Fabelwesen „Eugene the Jeep“ half mit seinen übernatürlichen Fähigkeiten seinem Freund Popeye, wenn dieser trotz seines Spinatkonsums nicht weiterwusste. Die Comic-Theorie erscheint wahrscheinlicher, denn die Fahrzeuge wurden weder in der Ausschreibung noch später offiziell von der Army als General Purpose bezeichnet. Nur Ford benutzte das Kürzel „GP“, allerdings war dies ein Ford-interner Werkscode und stand nicht für General Purpose. Der erste Prototyp des späteren Jeep wurde unter dem Kürzel BRC (für Bantam Reconnaissance Car = „Bantam-Aufklärungswagen“) von American Bantam Car Company in Butler (PA) entwickelt und hergestellt und bereits im September 1940 der US-Armee übergeben. Der weitere Verlauf der endgültigen Auftragserteilung ist selbst in den USA von vielen Mutmaßungen umnebelt. So sollen beispielsweise die Kopien der Original-BRC-Baupläne von den Militärs ohne die Zustim-mung von American Bantam weitergereicht worden sein. Das Verteidigungsministerium bestellte daraufhin je 1500 Testexemplare des Willys MA, des Ford GP und des Bantam BRC (Bantam lieferte tatsächlich etwa 2600 Fahrzeuge und stellte dann die Automo-bilproduktion ein). Der Willys MA machte dank seines starken Motors das Rennen und die eigentliche Herstellung in großen Stückzahlen wurde bald darauf von Willys-Overland und etwas später auch von Ford in Lizenz übernommen – beide Firmen hatten ihre eigenen Prototypen erst im November 1940 präsentiert. Willys-Overland überarbeitete vor der Massenproduktion den MA nochmals nach Angaben der Army und orientierte sich dabei am Ford GP. Das Ergebnis war der Willys MB, von dem bis Kriegsende nicht weniger als 370.000 Stück produziert wurden. Die Ford-Modelle trugen fortan das Kürzel GPW (g=governmental; p=80 inch Radstand; w=Willys-Design) und unterschieden sich nur in kleinen Details vom MB – basierten sie doch auf den Plänen und Vorgaben von Willys. Vom Ford GPW wurden etwa 270.000 Fahrzeuge hergestellt. Das inzwischen „Jeep“ genannte Fahrzeug wurde an vielen Fronten des Zweiten Weltkrieges eingesetzt. Das deutsche Gegenstück, der Typ 82 von Volkswagen („Kübelwagen“), war nicht so geländegängig wie der Jeep, denn erst der VW Typ 87 bzw. 166 („Schwimmwagen“) verfügte über einen Allradantrieb. Der Willys war unverwüstlich, einfach konzipiert und konnte leicht repariert werden. Der Willys MB hatte einen 60 PS leistenden Motor mit 2,2 Liter Hubraum und drei Vorwärtsgänge sowie einen Rückwärtsgang. Der Allradantrieb konnte zugeschaltet werden. Auf Straßen wurde eine Höchstgeschwindigkeit von fast 100 km/h erreicht. Das Fahrzeug wurde im Laufe des Krieges oft modifiziert. Es wurde mit verschiedenen Waffen ausgestattet, für die Hitze der Wüste mit einem separaten Wassertank versehen und konnte mit einem speziellen Ausrüstungssatz auch durch hüfthohes Wasser fahren. Von Ford wurde außerdem noch ein Schwimm-Jeep unter der Bezeichnung GPA (General Purpose Amphibian) gebaut, umgangssprachlich zuweilen Seep (Seagoing Jeep) genannt. Das Fahrzeug basierte auf dem Original-GP, hatte aber einen schwimmfähigen Bootskörper mit Schraubenantrieb als Karosserie. Bis zum Kriegsende wurden von Willys und Ford insgesamt fast 640.000 Jeeps hergestellt.

Der Bausatz

Das 2010 von Italeri herausgebrachte Kit des weltberühmten Jeep kommt in einer sogenannten "Special Edition" daher. Beigelegt hat Italeri dem Bausatz ein 40-Seitiges Heftchen im DIN-A 5 Format über die Historie des Fahrzeugs, einen tollen Walkaround, einem Bericht über die "Column of Liberation" in Italien sowie farbige Zeichnungen für die Camouflage Bemalung. Sehr interessant, allerdings komplett auf Englisch! Der Bausatz besteht aus 3 Spritzlingen, 1x klar und 2x Oliv. Der Motor ist gut Nachgebildet. Werkzeuge wie z.B. Schaufel und Axt sind umfangreich. Der Jeep kann in 6 verschieden Versionen gebaut werden. Die Decals sind ordentlich gedruckt. Referenzmodelle in diesem Maßstab sind eher selten, weshalb ein Vergleich auch schwierig ist. Sicher ein Bausatz der Spass machen wird und auch für Anfänger geeignet ist.

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  • Status Modell: Ideen sammeln
Gelesen 1577 mal Letzte Änderung am Sonntag, 17 Januar 2016 11:51
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