Freitag, 21 August 2015 20:11

Tamiya De Havilland Mosquito FB Mk.VI

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Tamiya Bausatz Nr. 60326

Das Original

Bildquelle: Wikipedia / RuthAS

Das hölzerne Wunder

Ursprünglich als unbewaffneter Bomber geplant, der aus naheliegenden Gründen weitgehend aus Holz gebaut werden sollte, entwickelte sich die Mosquito zu einem Flugzeug, das in den Streitkräften im II.Weltkrieg von England, Australien, Canada und Neuseeland eine Vielfalt verschiedener Rollen übernahm. Etwa 7.800 Stück dieses schnellen Flugzeuges schossen durch die Luft in Form von Aufklärern, Bombern und Nachtjägern, sowie als Jagdbomber, dem erfolgreichen Typ FB Mk. VI welcher im Frühjahr 1943 erstmals eingesetzt wurde.

Ein steiniger Weg zur Produktion

Das Europa im Jahr I939 war geprägt durch sich ständig verstärkende erhebliche Spannungen und bei steigendem Einfluss und militärischer Stärke Deutschlands kam es am 1.September fast konsequenterweise zum Krieg. Die Britischen Militärplaner waren auf die Auseinandersetzung vorbereitet und planten eine erhebliche Steigerung der Rüstungsproduktion. Es war aber auch klar, dass die Reduktion des Verbrauches von wertvollen strategischen Materialien wie Aluminium unbedingt nötig war. Angesichts dieser Schwierigkeiten reichte der renommierte Flugzeughersteller De Havilland einen Entwurf für einen 2-motorigen Bomber ein. Er sollte weitgehend aus Holz gebaut werden und somit das wichtige Aluminium für andere Flugzeuge freimachen. De Havilland hatte Erfahrung in der Verarbeitung von Holz im Flugzeugbau durch die vorher bereits gebauten Vorkriegsflugzeuge, wie die 4-motorige Albatros und das zweimotorige Rennflugzeug Comet. lm Dezember 1939 gab es grünes Licht fiir die Entwicklung der DH.98. Obgleich die RAF wegen des ökonomischen Umganges mit Metallen das Projekt als niedriges Risiko einstufen konnte, zweifelte die RAF an der Wirksamkeit des von De Havilland geplanten unbewaffneten Bombers, auch wenn er sehr schnell sein sollte. Bei der Weiterentwicklung der Technik der 30er Jahre war zu befürchten, dass Schnellbomber wie die Bristol Blenheim und die Deutsche Do 17 bald von schnelleren Jägern überholt werden könnten, was ihre Überlebensfähigkeit drastisch verringern würde. Dazu kam, dass nach dem Rückzug vom Kontinent von Dünkirchen und der Luftschlacht um England alle verfügbaren Flüssigkeitsgekühlten Rolls-Royce Merlin Motoren für die Spitfires und Hurricanes gebraucht wurden. Sie waren aber auch für die DH.98 vorgesehen und das Programm stagrıierte eine Zeit. Unbeeindruckt davon ging die Entwicklung in den geheimen Salisbury Hallen weiter und der erste Prototyp, genannt Mosquito, startete am 25.November 1940 mit dem Piloten Geoffrey de Havilland jr. Und erreichte die außergewöhnliche Geschwindigkeit von 630 km/h und deklassierte zeitgenössische Jäger wie die Spitfire (580 km/h) und die Japanische Zero (533 km/h) deutlich, was die RAF überzeugte, die einen ersten Auftrag für unbewaffnete Aufklärer und später unbewaffnete Bomber erteilte.

Der FB MK.VI Jagdbomber

Die Vielseitigkeit der Mosquito wurde unterstrichen durch die Entwicklung eines Nachtjägers und Varianten von Jagdbombern. Die Geschwindigkeit zusammen mit der ausgezeichneten Steuerbarkeit machte den FB Mk.VI Jagdbomber mit 2700 Exemplaren zur meistgebauten Version der gesamt 7800 gebauten Mosquitos. Im Unterschied zu den Mosquito Bombern und Aufklärern, hatte die FB Mk.Vl eine gerade Frontscheibe aus Panzerglas, um eine gute Sicht auf das Visier zu ermöglichen. lm Cockpit gab es auch schon einen Multifunktionssteuerknüppel für die Rolle als Jagdflugzeug. Mit seinen vier 7,7mm Maschinengewehren im Bugkonus und den vier 20mm Hispano Maschinenkanonen im unteren Rumpfbereich konnten Fahrzeuge am Boden und sogar kleinere Schiffe wirksam bekämpft werden. Bei Bomber Missionen konnte die Mosquito mit zwei 250 Pfund Bomben im Rumpf und zwei weiteren unter den Tragflächen bestückt werden. Später in der Produktion ersetzten 500 Pfund Bomben die kleineren Waffen. Die Mehrzahl der FB Mk.Vl Flugzeuge wurden von Merlin 25 angetrieben. Einstufige Turbolader mit 2-Gang Getriebe sicherten hohe Leistung in mittleren und großen Höhen.

Ein vielseitiger Vogel

Die FB Mk.VI wurde ab Frühjahr 1943 an die Einheiten ausgeliefert. In einer Zeit, als die wenigen vorhandenen Lenkwaffen alles andere als perfekt waren, machten sie ihre Geschwindigkeit und Manöverierbarkeit zu einem unverzichtbaren Tiefangriffsflugzeug für Präzisions Bombenangriffe. Sie wurde auch für einsame Missionen tief im Feindesland („Intruder“) und freien Angriffen in Formationen aus zwei Flugzeugen „Ranger“ und zur Abwehr von V1 („Diver“) als Abfangjäger und zur Zerstörung der Startrampen („Noball“) eingesetzt. Als wirklich vielseitiges Flugzeug wurde es auch im Kampf gegen Schiffe verwendet. Die berühmtesten Einsätze flog sie aber bei Tiefangriffen auf Ziele hinter den feindlichen Linien wie zum Beispiel bei der Operation Jericho, am 18 Februar als Mosquitos der Staffeln 464 und 487, die zur 140. Gruppe gehörten, eine 6 Meter hohe und 1m dicke Wand des Gefängnisses in Amiens wegbombten, um die Mitglieder des Französischen Widerstandes zu befreien. Die FB Mk.Vl kämpfte häufig mit der einsitzigen FW 190 und da sie in großen Höhen an Geschwindigkeit leicht unterlegen war und in allen Flughöhen weniger manöverierbar war, nutzten die Mosquito Piloten ihre überlegene Geschwindigkeit auf Meereshöhe um im Sturzflug der FW 190 an ihrem Leitwerk zu entkommen. Die Tatsache, dass sie sogar Jagdflugzeuge wie die FW 190 oder die Messerschmitt Me109 abschießen konnte, legt ein Zeugnis ab von der Vielseitigkeit der FB Mk.VI. Man hört oft, dass vor der Einfiíhrung der Me 262 die Luftwaffe keinen Gegner für die Mosquito hatte. Die Mosquito wurde auch in Südostasien eingesetzt und blieb bis zum Ende des Krieges im August 1945 dort.

Ein Meisterwerk aus Holz

lm Einsatz überzeugte die ausgezeichnete Stabilität und die Widerstandsfähigkeit gegen Feindbeschuss sogar die Zweifler. Sie war nicht nur den Zeitgenossen aus Metall überlegen, die Struktur aus Holz war erheblich leichter und sehr viel einfacher zu reparieren. In vielen Fällen wurden Einschusslöcher einfach mit Flicken aus Sperrholz überklebt und verschraubt. Schlechter Kleber führte zu einigen Problemen im tropischen Klima von Südostasien, aber das wurde schnell gelöst. Die FB Mk.VI war vielleicht die auffälligste Variante aller Mosquitos. Sie war nicht nur ein Hochleistungsflugzeug, sie war auch eine Anregung für die modernen Hi-tech Bomber. 

Technische Daten (FB Mk.VI Serie 2)

  • Länge: 12,34m
  • Spannweite: 16.45m
  • Höhe: 3.75rn
  • Motor: Flüssigkeitsgekühlter Rolls-Royce Merlin 25(1.610hp) x2
  • Gewicht: (voll beladen) 10.100kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 608km/h (538km/h in Meereshöhe)
  • Gipfelhöhe: 10.068m
  • Reichweite: 2.750km
  • Besatzung 2 (Pilot, Navigator)

Quelle: Tamiya Bauanleitung 

Die Bauteile

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19006642 B-Teile
19006643 C-Teile
19006644 D-Teile
19006645 E-Teile
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19006647 G-Teile
19006506 H-Teile
19116075 J-Teile (2x)
19116076 K-Teile
19116077 L-Teile
19116078 N-Teile (2x)
19116079 P, Q, R, -Teile
19226043 T-Teile
19226044 U-Teile
19226045 V, Z, - Teile
19446068 Metallteilebeutel (mit Schrauben & Achsen)
19446069 Magnetebeutel
10443027 Polycaps (4x)
19406173 Photoätzteile (a,b)
11406283 Decals (a)
11406284 Decals (b)
11426087 Maskieraufkleber
11056425 52-seitige Bauanleitung
11256057 Bemalungsanleitung
11056426 Referenzheft mit vielen farbigen Bildern

Der Baubericht

folgt nach Baubeginn

Weitere Informationen

  • Status Modell: Ideen sammeln
  • Tamiya Farben "X": X2, X4, X5, X6, X7, X9, X10, X11, X14, X18, X31, X32, X34
  • Tamiya Farben "XF": XF-1, XF-2, XF-3, XF-6, XF-7, XF-9, XF-10, XF-12, XF-15, XF-16, XF-19, XF-27, XF-49, XF-50, XF-53, XF-55, XF-56, XF-57, XF-59, XF-63, XF-64, XF-71, XF-85
  • Tamiya Farben "AS": AS9, AS12, AS32
  • Erhalten am: Freitag, 21 August 2015
Gelesen 1209 mal Letzte Änderung am Samstag, 22 August 2015 22:54

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