Mittwoch, 09 Juli 2014 14:52

Tamiya Vought F4U-1 Corsair "Birdcage"

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Tamiya Bausatz Nr. 60324

Das Original

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2f/F4U-1_Corsair_in_flight_c1942.jpg

Die F4U Corsair wurde von der Firma Vought als Antwort auf eine Ausschreibung im Februar 1938 des US Navy Büros für Luftfahrt entwickelt. Am ersten Oktober 1940 wurde die Maschine die erste der Vereinigten Staaten, die eine Geschwindigkeit von 400 mp/h (644 km/h) erreichte und nach einigen Verspätungen die aus einer Forderung der US Navy nach höherer Reichweite und verbesserter Bewaffnung im November 1940 hervorgingen, wurden die ersten F4U im Juli 1942 geliefert. Etwa sieben Monate später, im Februar 1943, wurde das Flugzeug in seiner ersten Luftschlacht eingesetzt.

Entwicklung und Eigenschaften der F4U-1

In seiner ersten Ausschreibung hatte die US Navy gefordert, dass das Flugzeug nicht nur 400 Meilen erreichen muss, es sollte auch allen landgestützten Jagdflugzeugen die auf der Welt im Jahr 1942 genutzt wurden ebenbürtig sein. Um solchen Herrausforderungen zu begegnen, hatte die F4U-1 eine ganze Anzahl neuster Technologien an Bord und wurde daher ein einzigartiges Flugzeug. Es wurde eigentlich um den neuen Pratt und Whitney R-2800 Motor mit seinen 2000 hp herumgebaut und trug einen riesigen Propeller mit 4m Durchmesser. Zusätzlich waren die Verkleidungen des stromlinienförmigen Rumpfes punktgeschweißt umso wenig Lufiwiderstand wie möglich zu erzielen, Das Flugzeug war sofort an seinen „umgedrehten Möweflügeln“ zu erkennen, welche entwickelt worden waren um ein kurzes und stabiles Fahrwerk unterzubringen und dabei noch genug Freiraum für den Propeller zu haben. Dieser Flügel hatte auch den Effekt eines geringen Luftwiderstandes. Dank dieser Innovationen wurde die F4U-1 als Flugzeug betrachtet, welches jedem einmotorigen und einsitzigen Jagdflugzeug in der Welt überlegen war. Wie auch immer - die Navy verlangte einen größeren Krafistofftank vor dem Cockpit, was nicht zuletzt eine längere Nase bedeutete und eine Verlegung des Cockpits nach hinten. Zusammen mit der ursprünglich genutzten "Vogelkäfig“ (Birdcage) Kanzel bedeutete dies eine schlechte Übersichtlichkeit für die F4U-1 und es war schwierig sie auf Flugzeugträgern zu landen. Nach zusätzlichen Problemen mit den Ölfederbeinen und Strömungsabrissen bei der linken Tragfläche machte Vought Änderungen, aber in der Zwischenzeit benannte die Navy, die Grumman F6F Hellcat als neues Trägerflugzeug anstelle der F4U-1 aus der ein landgestützter Jäger wurde. 

Einsatz bei der US Marine und bei den US Marines 

Die F4U Corsair wurde zunächst an die neu aufgestellte Jägerstaffel des US Marine Corps (VMF 124) am 07. Dezember 1942 geliefert. Im Februar 1943 wurde der erste Einsatz mit der Staffel geflogen welche zu diesem Zeitpunkt in Guadalcanal bei den Solomonen stationiert war. Die Flugzeuge wurden auch im Oktober diesen Jahres an die zwölfte Jagdstaffel der US Marine (Thunderbirds) geliefert. Dieser Plan wurde aber aufgegeben und die Flugzeuge durch F6F ersetzt bevor die Staffel einem Träger zugewiesen wurde. Vom Beginn der Stationierung auf Guadalcanal an kam die F4U-1 ständig in Kontakt mit den japanischen Zero-Fighters, dem damals hauptsächlich eingesetzten Jagdflugzeug der japanischen Marine. Die F4U-1 zeigte sich in den meisten Belangen dem Zerofighter überlegen und nutzte diese Überlegenheit bei Hochgeschwindigkeitsluftkämpfen um die Manövrierfähigkeit des japanischen Flugzeuges und dessen bessere Steigrate bei langsamen Geschwindigkeiten zu kompensieren. Dazu war die Gefechtsreichweite der F4U-1 eine deutliche Verbesserung gegenüber der F4F Wildcat, die bis dahin von den Marinefliegerstaffeln genutzt wurde. Deshalb wurden die Flugzeuge in großer Stückzahl zugewiesen und ermöglichten den Staffeln wesentlich tiefer in den feindlichen Luftraum einzudringen oder Bomber zu begleiten. Das alles mit wesentlich größerem Erfolg als es früher möglich war. Ab Juni 1943 wurden die F4U-1 eines der Schlüsselelemente als die Gegenoffensive der alliierten Streitkräfte im Bereich der Solomoneninseln sich zum Erfolg wendete. Ab August diesen Jahres wurden die verbesserten F4U-1A zu den Marinefliegerstaffeln geliefert und die Flugzeuge der F4U Serie stellten sich als wichtiger Kraftfaktor für die alliierten Anstrengungen in diesem Gebiet dar, darin eingeschlossen der Rückzug der japanischen Luftwaffe von dem wichtigen Hafen von Rabaul im Februar 1944.

Leutnant Kenneth A. Walsh

Leutnant Walsh war das Fliegerass der Staffel VMF 124. Nachdem er bereits 6 Jahre als Jagdflieger gedient hatte wurde er in der Staffel schnell zu einer zentralen Figur als er im Februar 1943 im Guadalcanal ankam. Als er am 13. Mai diesen Jahres drei Zerofighter abschoss wurde er das erste Fliegerass auf der F4U-1. Als angriffslustiger Pilot schoss Walsh 20 Feindflugzeuge ab bevor die Staffel am 07. September 1943 Guadalcanal verließ und er bekam die „medal of honor“ persönlich vom Präsidenten Franklin D. Roosevelt. Sein gesamtes Resultat von 21 Abschüssen (plus zwei unbestätígte) war das dritthöchste aller Staffeln der US Marine und den US Marines mit ihren F4U.

Marlnefliegerstalfel 17 (VF17) Leutnant James Halford

Leutnant Halford war Mitglied der VF17 der US Marine mit dem Namen „Jolly Rogers“ der zweiten Staffel der US Marine welche die F4U-1 erhielt. Von März 1943 an nahm er am Training auf dem Flugzeugträger teil und trug erheblich dazu bei dass die F4U für Landungen auf dem Träger qualifiziert wurde. Da die Staffel im späten August 1943 mit der neueren F4U-1a ausgerüstet wurde hatte er niemals die Chance eine originale F4U-1 im Gefecht zu fliegen. 

Ein wichtiger Partner der US Marine und des Marine Corps

Die F4U-1 war ein innovatives Trägergestütztes Jagdflugzeug, das mehr konnte als sich nur in den Luftkämpfen zu behaupten aber nach den Veränderungen in der Rüstungspolítik der Navy konnte er sein Potential als Trägerflugzeug nicht beweisen. Trotzdem erwies sich die F4U-1 als fähiger Jäger der der Aufgabe, die japanischen Marineflieger zu bekämpfen voll gewachsen war. Aber nicht nur das, die Maschine trug auch dazu bei, dass die Vereinigten Staaten die Luftüberlegenheit im zweiten Weltkrieg erobern konnten. Daher sagt man, dass sie einen unersetzlichen Teil in den Anstrengungen in der US Marine und bei den Marines dargestellt haben.

Technische Daten

  • Länge: 10,16m
  • Spannweite: 12.49m (5,19m Flügel eingeklappt)
  • Motor: P&W R-2800-8 (2000hp)
  • Gewicht: (Vollbeladen) 5411 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 660km/h
  • Reichweite: ungefähr 1633km
  • Bewaffnung: 12.7mm Maschinengewehr x6

Quelle: Tamiya Bauanleitung

 

Weitere Informationen

  • Status Modell: Ideen sammeln
  • Erhalten am: Mittwoch, 09 Juli 2014
Gelesen 439 mal Letzte Änderung am Dienstag, 19 Januar 2016 21:00

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