Samstag, 20 Dezember 2014 18:36

Tamiya Supermarine Spitfire Mk.VIII

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Tamiya Bausatz Nr. 60320

Das Original

Bildquelle: Wikipedia/Kogo

In der Schlacht um England im Sommer 1940 war die legendäre Supermarine Spitfire lebenswichtig für die Verteidigung Englands; Ab dem Erstflug 1936 wurden in den folgenden 10 Jahren etwa 23.000 Spitfires gebaut, darunter die Mk.VIII. Mit 1.658 Stück war sie nach der Mk.V und Mk.IX die am drittmeisten gebaute Variante und die Stufe, auf welcher später die Spitfires mit Griffon-Motoren beruhten.

Die Geburt des außergewöhnlichen Merlin-Motors

Nach dem Sieg in der Schlacht England startete die RAF Ende 1940 ihre Offensive gegen die Luftwaffe. Haupt-Jäger der RAF zu dieser Zeit war die Spitfire Mk.V, angetrieben von einem Rolls-Royce Merlin-Motor Baureihe 40. Inzwischen entwickelte Rolls-Royce einen neuen zweistufig aufgeladenen Merlin Baureihe 60 mit höherer Leistung für große Höhen. Die Arbeit zur Anpassung dieses Motors an die Spitfire als Variante Mk.VIII. Im Vergleich zur Baureihe 40 war die Baureihe 60 etwas länger und schwerer, aber in der Spitfıre eingebaut verlieh dieser 40% mehr Leistung in einer Höhe von 9000m.

Die FW190 gekontert von der Mk.IX 

Erbitterte Kämpfe zwischen RAF und Lutwaffe tobten 1941 bis September, dann erschien die der Spitfire Mk.V überlegene FW 190. Leistungserhöhung für die Spitfire wurde wichtig, aber weil Konstruktions-Änderungen und Werkzeugbestückung der Fertigungs-Straße den Bau der Mk.VIII mehr als 1 ein Jahr verzögerten, wurde als Lückenbüßer-Maßnahme eiligst die Mk.IX in Produktion gegeben, ausgerüstet mit einem Merlin-Motor Baureihe 60, angepasst an eine leicht geänderte Mk.V. Der Mk.IX Prototyp flog im April 1942 und brachte hervorragende Leistungen, worauf er ab Juli ausgeliefert wurde. An Europäischen Schauplätzen und im Mittehneer-Raum eingesetzt, erwies sich die Mk.IX als der FW19O gewachsen, sie flog später auch als Jagdbomber.

Der wahre Nachfolger - Die Mk.VIII

Um den Merlin-Motor Baureihe 60 optimal zu nutzen, wurde die Nase der Mk.VIII für den neuen Motor verlängert, Rumpf und Flächen verstärkt und ein 4-Blatt-Propeller eingebaut. Der größere Kühler wurde geteilt und in zwei Verkleidungen unter den Tragflächen angebracht, am Lufteinlass wurde ein Filter eingebaut. Für eine größere Reichweite kamen Flächentanks hinzu, das einziehbare Spornrad reduzierte den Luftwiderstand. Die Ruder und der Überhang am Höhenleitwerk wurden für bessere Stabilität vergrößert und die Querruder verkürzt. Es gab 3 verschiedene Modelle. Zum einem für niedrige Höhe (LF), mittlere Höhe (F) und für große Höhe (HF), jedes mit einer unterschiedlichen Variante des Motors der Baureihe 60. Im Vergleich zur Mk.V mit der Höchstgeschwindigkeit von 597km/h in 6.100 Metern Höhe, schaffte die Mk.VIII 650km/h, hatte eine noch bessere Steigrate und eine Gipfelhöhe von über 12.000m. Die Reichweite wurde auf 1094km vergrößert, mit einem 90-Gallonen-Außentank konnte sie auf 1900Km erweitert werden.

Die Mk.VIII überall hin verschickt

Die Serienproduktion der Mk.VIII lief erst in der zweiten Hälfte 1943 an, da díe Mk.IX höhere Priorität besaß. Im Verlauf des Kriegs wurde die Mk.VIII an die Schauplätze im Mittelmeer und im Pazifik geschickt, da sie durch große Reichweite und Lufltfilter für Operationen in diesen Bereichen geeignet waren. Zuerst kam sie im Juni 1943 zur Schwadron Nr. 145 auf Malta und versah ihren Dienst bei RAF-, RCAF- und USAAF Einheiten in Italien. Frühe Mk.VIII besaßen die verlängerten Flügelspitzen der Mk.VI und VII, Flugzeuge späterer Produktion hatten normale Flügelspítzen und ein größeres Ruder.

Mk.VlII im US-Army Airforce-Dienst

Ab der Operation Torch flogen die USAAF 31. und 52. Jäger-Gruppe im Mittelmeer-Raum mit ihren Spitfires Unterstützung für Alliierte Feldzüge. Anfangs mit Mk.V ausgerüstet, erhielten sie während der Invasion von Sizilien im August 1943 nach und nach die Mk.VIII. Manche Einheiten in Italien flogen einen Mix aus Spitfire Mk.VII und Mk.IX, einige konnten ausnahmslos Mk.VIII fliegen. Bis zum Umstieg auf die P-51B Mustang im Frühjahr 1944 setzten die USAAF-Einheiten ihre Mk.VIII für diverse Missionen ein. 

Die Mk.VIII über Burma

lm November 1943 wurden Spitfires Mk.V an die Burma-Front abgestellt, wo die Britisch geführten Allliierten Japanische Streitlkräfte bekämpften. Trotz leichter Bewaffnung übten die Japanischen Ki-34 Oscar-Jäger gefährlichen Druck aus und die Alliierten Einheiten warteten sehnsüchtig auf die Ankunfi der stärkeren Spitfire Mk.VIII. Schließlich im Februar 1944 angeliefert, wurden sie verwendet, um Japanische Flugzeuge abzufangen, Alliierte Bomber zu begleiten und um Luftunterstützung zu gewähren.

MK.VIII im Dienst der Royal Australian Air Force

Die RAAF bildete ein Geschwader mit Spitfire Mk.V gegen Japanische Luftangriffe auf Nordaustralien, aber die tropischen Bedingungen verursachten mechanische Probleme, welche ihre Wirkung beeinträchtigte. Die AM6 Zero-Jäger waren der
Mk.V in Wendigkeit überlegen, daher nahmen MK.VIII im Oktober 1943 den Kampf auf. Es gab aber nur wenige Möglichkeiten, sich mit einem feindlichen Flugzeug auseinander zu setzen, da die Lage Japans auf den Salomonen schwierig wurde und seine Truppen vom Angriff auf Australien abhielt. Ab 1944 bis Kriegsende im August 1945 unterstützten RAAF Mk.VIII Säuberungs-Aktionen in Neu-Guinea und Niederländisch Ostindien.

Geschwader-Komandant “Bubby” Gibbes

Robert Henry Maxwell "Bobby" Gibbes war ein RAAF Ass, der durch seine Heldentaten bei Flügen mit der P-40 zu Ehren kam. Nachdem er beim Syrien-Libanon-Feldzugs eine Vichy-Französische D.520 abgeschossen hatte, konnte er in Nordafrika 9 weitere Flugzeuge der Achsenmächte ausschalten. Berühmt wurde er, weil er noch verwundet Einsätze flog und zur Rettung eines Kameraden sein Flugzeug in der Wüste aufsetzte. Nach Übernahme des Kommandos vom Geschwader 80 bei Morotai im Januar 1944, trug seine Spitfire seine Initialen “RG” auf dem Rumpf, ferner das Kennzeichen der 457. Schwadron, ein Haifischmaul und den Spitznamen “Grey Nurse“.

Technische Daten

  • Länge: 9.66m
  • Spannweite: 11.23m (Standard Tragfläche)
  • Motor: Rolls-Royce Merlin 61, 63, 66, 70 (1.475 - 1.710 PS)
  • Höchstgeschwindigkeit: 669.46 km/h (HF)
  • Bewaffnung: 20mm Kanone (x2), 7.7mm Maschinengewehr (x4)

Quelle: Tamiya Bauanleitung

 

Weitere Informationen

  • Status Modell: Ideen sammeln
  • Erhalten am: Donnerstag, 18 Dezember 2014
Gelesen 434 mal Letzte Änderung am Dienstag, 19 Januar 2016 20:53

Medien

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