Sonntag, 20 Januar 2013 17:27

Tamiya McLaren M23 1974

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Tamiya Bausatz Nr.: 12045

Das Original

McLaren M23 (Emerson Fittipaldi) - 001

Der M23 war der erste Formel-1-Rennwagen von McLaren, der ausschließlich von Gordon Coppuck entwickelt und konstruiert wurde. Coppuck leitete seinen Entwurf vom McLaren M16 ab, dem Einsatzfahrzeug von McLaren in der US-amerikanischen USAC-Serie. Der Wagen hatte ein schmales, nach vorn spitz zulaufendes Monocoque. An den Seitenteilen befanden sich die Kühler. Diese Bauform entsprach bereits den ab 1974 geltenden Regeln für Knautschzonen, was sich vor allem durch die hohe Festigkeit der Flanken bemerkbar machte. Die Aufhängungen wurden vom McLaren M19C, dem Vorgängermodell übernommen. In der Typologie von McLaren folgte der M23 in der Formel 1 auf den M19, da der M21 ein Formel-2-Fahrzeug war. Als Antrieb diente der bewährte V8-DFV-Motor von Cosworth. Das FG-400-Getriebe kam von Hewland. Coppuck hatte das Hauptgewicht des Wagens in die Mitte verlegt, dabei wurde der Tank in der Nähe des Schwerpunkts angebracht. Schon bei den ersten Testfahrten war zu erkennen, dass diese Bauart dem Wagen besondere aerodynamische Eigenschaften gab. Werksfahrer Denis Hulme berichtete nach den ersten gefahrenen Kilometern von einer leichtgängigen Lenkung und hervorragenden Fahreigenschaften. Die Saison 1974 brachte Veränderungen ins Team. Der M23 blieb das Einsatzfahrzeug und wurde erstmals überarbeitet. Die Fahrzeuge bekamen neue Frontflügel und liefen unter der Bezeichnung M23B. Wichtigste Neuerung war der Wechsel des Hauptsponsor. Im Grunde war es kein radikaler Wechsel, denn der Vertrag mit dem bisherigen Hauptsponsor Yardley lief erst Ende des Jahres aus. Teammanager Phil Kerr war es aber gelungen, den bisherigen B.R.M.-Geldgeber, den Tabakkonzern Philip Morris International, vom britischen Traditionsteam zu McLaren umzuleiten. Bis in die Ära von Mika Häkkinen und David Coulthard waren die McLaren-Formel-1-Rennwagen von nun an in den Farben der Zigarettenmarke Marlboro lackiert. Da McLaren nunmehr über zwei Hauptsponsoren verfügte, kamen 1974 drei M23 zum Einsatz. Da Emerson Fittipaldi von Lotus zu McLaren kam und Denis Hulme seine letzte Monoposto-Saison bestritt, sollte Revson den Yardley-M23 fahren. Die Verhandlungen zerschlugen sich aber und der US-Amerikaner wechselte in letzter Minute zu Shadow Racing Cars. Das dritte Cockpit bekam dadurch Mike Hailwood. Ein Vorjahres-M23 wurde vor Beginn der Saison an den Südafrikaner Dave Charlton verkauft, der den Boliden in der südafrikanischen Meisterschaft einsetzte. Hulme gewann in seinem Abschiedsjahr den Großen Preis von Argentinien und Fittipaldi siegte bei den Rennen in Brasilien, Belgien und Kanada. Die Entscheidung in der Weltmeisterschaft fiel beim letzten Rennen in den USA. Fittipaldi reichte ein vierter Platz zum Weltmeistertitel, den er sich mit drei Punkten Vorsprung auf den Ferrari-Piloten Clay Regazzoni holte. Auch der Konstrukteurstitel ging an McLaren. Es waren die ersten beiden Weltmeistertitel für das britische Team.

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  • Status Modell: Ideen sammeln
Gelesen 1027 mal Letzte Änderung am Freitag, 15 Januar 2016 21:25
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